Brennpunkt Brenner

Artikel teilen

VP-Wolf: „Das Flüchtlingschaos von 2015 darf sich nicht wiederholen“

Wir alle haben noch die Bilder der Flüchtlingskrise 2015 im Kopf: Unsere Alpenrepublik rückte über Nacht in den Mittelpunkt des Geschehens. Am Höhepunkt der Krise wurden 200.000 Flüchtende gezählt, die in nur einem Monat nach Österreich gelangt sind. Mit der Schließung der Westbalkanroute wurden die Flüchtlingsbewegungen stark eingeschränkt. Unser Außenminister Sebastian Kurz hat sich entscheidend dafür eingesetzt. Mit Erfolg: Die Asylanträge sind um mehr als 50 Prozent zurückgegangen.

Ortswechsel: In Italien haben die Flüchtlingsströme seit Jahresbeginn deutlich zugenommen. In den letzten sechs Monaten wurden 80.000 Neuankömmlinge registriert. Das ist ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die italienischen Behörden stöhnen schon jetzt angesichts der enormen Belastung. Eine Entspannung ist nicht in Sicht: Bis Jahresende könnte die Zahl der Ankünfte auf bis zu 300 000 steigen. Mit erheblichen Auswirkungen auch für Tirol.

Der Großteil der in Italien Gestrandeten will weiter Richtung Norden. Der Brenner ist dabei ein zentraler Knotenpunkt. Schon jetzt werden auf Tiroler Seite bis zu 25 illegale Migranten pro Tag erwischt. Unser Landeshauptmann Günther Platter hat daher in enger Abstimmung mit der Exekutive und dem Bundesheer Vorkehrungen für den Fall der Fälle getroffen. Bei einem Massenansturm wird die Grenze dichtgemacht. Für uns ist klar: Das Chaos von 2015 darf sich nicht wiederholen.

Keine Nachrichten verfügbar.