Pflege wird das Thema der Zukunft!

Tiroler Volkspartei setzt auf Stärkung der Pflege daheim.

Wer sich die demografische Entwicklung der Gesellschaft ansieht, dem wird schnell klar: Pflege wird das Thema der Zukunft. So wird sich die Zahl der über 85-jährigen bis zum Jahr 2030 um mehr als 50 Prozent erhöhen. Die Tiroler Volkspartei setzt sich deshalb bereits seit langem mit der Frage auseinander, wie man diese Herausforderung am besten bewältigen kann. Dabei stehen neben den Pflegebedürftigen vor allem auch die Bedürfnisse von deren Angehörigen im Fokus, die einen großen Teil der Pflege leisten und die unverzichtbar für eine qualitätsvolle Betreuung sind. 

Mit dem ‚Strukturplan Pflege 2012 – 2022‘ verfügt Tirol über eine hervorragende Grundlage, wie sich die Pflegelandschaft in Tirol entwickeln muss, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden zu können. Auf Basis aktueller Studien, Prognosen und Erfahrungen hat Tirols Pflege- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg gemeinsam mit seinem Expertenteam den Strukturplan überarbeitet. Vor allem dem Wunsch älterer Menschen, möglichst lange in den vertrauten eigenen vier Wänden betreut zu werden, wurde Rechnung getragen. Dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ folgend, wird die Tiroler Volkspartei in den nächsten Jahren vor allem den Ausbau von Tages- und Kurzzeitpflege, von betreutem Wohnen und von mobilen Diensten vorantreiben.

Unser Paket für attraktive Pflegeberufe

Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Versorgung werden wir vor allem in die Ausbildung von Pflegekräften investieren. Um die Attraktivität des Pflegeberufes zu erhöhen, wird das Land gemeinsam mit seinen Partnern in den nächsten Jahren ein umfassendes Personalpaket mit nachfolgenden Eckpunkten schnüren:

  • Faire und vergleichbare Entlohnung („Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ ab 2020)
  • Kontinuierliches, regionales und umfassendes Monitoring des PersonalbedarfsImagekampagne und gezielte Informationsveranstaltungen z.B. in Schulen (professionelles Headhunting)
  • Neue Wege für die Pflegeausbildung
  • Erleichterung der Ausbildung im zweiten Bildungsweg unter Berücksichtigung berufsbegleitender Möglichkeiten
  • Anreizmodelle für die Ausbildung
  • Angebote für Berufsvorbereitungskurse
  • Forcierung der schnelleren Berufsanerkennung / Noatrifikation
  • selektive Anpassung der Aufnahmekriterien 
  • Meldepflicht für Heime und Pflege- und Betreuungsorganisationen von freien Stellen an AMS (Mangelberufe)

Schritt für Schritt zum Pflegemodell der Zukunft 

Die Gesellschaft verändert sich derzeit sehr dynamisch. Während die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in den nächsten Jahren abnimmt, wird sich der Anteil der Tirolerinnen und Tiroler über 65 Jahre alleine bis zum Jahr 2030 um fast 40 Prozent erhöhen. Auch die Zahl der Menschen, die Pflege und Betreuung braucht, wird entsprechend zunehmen. Als Tiroler Volkspartei bekennen wir uns dazu, dass alle Menschen ein Recht auf ein Altern in Würde haben. Besonders der Wunsch, möglichst lange daheim betreut zu werden, ist uns wichtig. So verschieden wie die Bedürfnisse sind, so vielfältig muss deshalb unser Angebot sein. Um das gewährleisten zu können, hat Pflege- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg gemeinsam mit seinem Team den Strukturplan überarbeitet und dabei den Fokus vor allem auf individuelle Betreuung gelegt.

Folgende Maßnahmen werden bis 2022 umgesetzt:

  • Langzeitpflege – Schaffung von zusätzlichen 1.218 Heimplätzen inkl. Ausbau der Übergangspfleg
  • Schwerpunktpflege – Umsetzung von 98 zusätzlichen Plätzen; Neuausrichtung und zusätzliche Etablierung einer Intermediärstation und Intensivpflegestation für BeatmungspatientInnen
  • Kurzzeitpflege – Schaffung von 150 Plätzen zusätzlich
  • Qualifizierte Kurzzeitpflege / Übergangspflege – Ausbau auf gesamt 106 Plätze tirolweit
  • Tagespflege –Erweiterung des Ausbaukontingentes um +30 %
  • Mobile Dienste – Erweiterung des Ausbaukontingentes um +30 %
  • Betreute Wohnplätze – Erweiterung des Ausbaukontingentes um +30 %

„Ambulant vor stationär“ – das ist die Basis unseres Pflegemodells der Zukunft. Wir sind überzeugt, dass wir damit die richtigen Schritte setzen, um auch in Zukunft allen Menschen in Tirol ein Altern in Würde zu ermöglichen!

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