Rückgang bei Alpin-Unfällen darf nicht zu Leichtsinn führen!

Ski-Unfälle mit Fahrerflucht sind keine Kavaliersdelikte

„Die leicht rückläufigen Zahlen bei den Lawinen- und Alpintoten sind auf den ersten Blick natürlich erfreulich. Sie sind wahrscheinlich u.a. dem milden Winter und den professionellen Vorhersagen des Tiroler Lawinenwarndienstes, aber auch der guten Tourenplanung und der ausgezeichneten Ausrüstung geschuldet“, zeigt sich ÖVP-Sicherheitssprecher Anton Mattle erfreut.

Die Wintersaison 2019/20 hat bisher einen deutlichen Rückgang an Lawinentoten und auch ein leichtes Minus bei den Alpintoten insgesamt mit sich gebracht. Während in der Saison 2018/19 von 1. November bis 1. März insgesamt 18 Personen durch Lawinen starben, waren es im Vergleichszeitraum heuer sechs. Auch die Gesamtzahl der Alpintoten im Zeitraum von 1. November bis 1. März ist in der Saison 2019/20 im Vergleich zur Vorjahressaison leicht zurückgegangen, teilten das Kuratorium für Alpine Sicherheit, die Alpinpolizei und die Bergrettung in einer Aussendung mit.

„Dieser leichte Rückgang darf jedenfalls nicht dazu dienen, die Gefahren im alpinen Gelände auf die leichte Schulter zu nehmen und die Lawinensituationen zu unterschätzen. Sorglosigkeit und mehr Leichtsinn wären jetzt vollkommen fehl am Platz“, warnt Mattle, der auch Vizepräsident der Tiroler Bergrettung ist, die Statistik falsch zu interpretieren.

Rund 22 Prozent der erfassten Unfälle auf Pisten oder Skirouten sind im langjährigen Mittel Unfälle mit Fahrerflucht. „Die Ski-Unfälle mit Fahrerflucht sind keine Kavaliersdelikte, hier muss man in Ruhe überlegen, wie man diese konstante Zahl von Straftaten langfristig mit geeigneten Maßnahmen senken kann. Dieses Phänomen darf in unserer Gesellschaft nicht einfach hingenommen werden“, so Landtagsvizepräsident Anton Mattle abschließend.