Tiroler Volkspartei startet in den Intensivwahlkampf

Artikel teilen

LH Platter: „Habe eine derartige Aufbruchsstimmung noch nicht erlebt“

Mit der Präsentation ihrer Tiroler Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahl 2017 startete die Tiroler Volkspartei heute in den Intensivwahlkampf. „Ich habe schon viele Nationalrats-Wahlkämpfe erlebt, aber eine derartige Bewegung, einen derartigen Aufbruch hat es noch nie gegeben. Man kann direkt spüren, wie sich die Menschen nach einer Veränderung sehnen, wie sehr sie hoffen, dass sich das politische Gefüge des Landes ändert“, beschreibt Tirols Landeshauptmann Günther Platter die positive Stimmung, die VP-Kanzlerkandidat Sebastian Kurz entgegengebracht werde. Diesen Kurs trage man auch in Tirol zu hundert Prozent mit.

Neue Wege auch in Tirol
Eines sei für ihn dabei von Anfang an klar gewesen, so Platter. Wer dieses Land verändern wolle, müsse bei der eigenen Partei beginnen. „Ich habe den neuen Weg von Sebastian Kurz, die Partei zu reformieren, sie neu aufzustellen und zu öffnen, von Anfang an unterstützt. Diesen neuen Weg gehen wir auch in Tirol. Mit der Entscheidung, Kira Grünberg den ersten Platz der Landesliste anzubieten, haben wir ein klares Bekenntnis abgegeben, dass es neben den erfahrenen Kräften, die jede Partei braucht, auch Raum für neue Persönlichkeiten, Anliegen und Zugänge zur Politik geben soll. Nicht das eine gegen das andere ausspielen, sondern darauf achten, dass sich Neues und Bewährtes gut ergänzen – darauf kommt es mir an“, unterstreicht Tirols Landeshauptmann.

Die 24-jährige Kira Grünberg aus Kematen hat trotz ihres jungen Alters bereits viel erlebt. Schon im Jugendalter zählte sie zu den größten Nachwuchstalenten in der heimischen Leichtathletik. Ein Trainingsunfall im Sommer 2015 hat ihr Leben fundamental verändert. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl. Ihren Optimismus und ihren Willen, dennoch möglichst selbstbestimmt leben zu können, hat sie trotz dieses Schicksalsschlages nicht verloren: „In der Reha hab ich mir ein Versprechen gegeben – wann und wo immer ich die Chance habe, mich für behinderte Menschen einzusetzen, nehme ich sie wahr. Diese Chance bieten mir Sebastian Kurz und Günther Platter.“ Ihren inhaltlichen Schwerpunkt möchte Kira Grünberg vor allem auf die Themen Barrierefreiheit, gesellschaftliche Teilhabe, den Abbau von Bürokratie und den heimischen Sport legen.

Auf Platz zwei der Landesliste kandidiert mit Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl ein erfahrener Interessenvertreter und wortgewaltiger Unternehmer, der bereits von 2006 bis 2013 im Nationalrat tätig war. Am dritten Platz folgt mit NRin Elisabeth Pfurtscheller ebenfalls eine bereits erfahrene Mandatarin, die sich im Tiroler Oberland wieder um das Grundmandat bewirbt. Den vierten Platz auf der Landesliste nimmt der 31-jährige Gaimberger Bürgermeister Bernhard Webhofer (31) aus Osttirol ein.

Starke Teams in den Wahlkreisen
Auch in den Wahlkreisen setzt die Tiroler Volkspartei auf einen starken Mix aus erfahrenen und neuen Kräften. Bundesminister Andrä Rupprechter wird als Spitzenkandidat im Wahlkreis Unterland ins Rennen gehen und über den Wahlkreis hinaus für das gesamte Tiroler KandidatInnenteam als Sprachrohr nach außen fungieren. Mit seinem Masterplan für den ländlichen Raum hat er bereits jetzt inhaltliche Pflöcke eingeschlagen, die auch im nächsten Regierungsprogramm aufgenommen werden müssen, sind sich Rupprechter und Platter einig. Hinter dem Minister aus Brandenberg folgen die Bürgermeisterin Brigitte Lackner aus St. Ulrich am Pillersee und der Unterländer Nationalrat Josef Lettenbichler auf den Plätzen zwei und drei. Die Liste in Innsbruck-Land/Schwaz wird von Hermann Gahr angeführt, der bereits seit 1999 im Nationalrat tätig ist. Neu auf Platz zwei des Wahlkreises kandidiert Unternehmerin Rebecca Kriechbaumer aus Polling. In Innsbruck führt Unternehmerin und WK-Vizepräsidentin Barbara Thaler die Liste vor dem ehemaligen Flughafenchef Reinhold Falch an. In Osttirol geht der junge Gaimberger Bürgermeister Bernhard Webhofer als erster ins Rennen. Auf Platz zwei folgt Silke Steiner aus Amlach. Im Wahlkreis Oberland bewirbt sich wieder Nationalrätin Elisabeth Pfurtscheller aus Reutte für das Grundmandat. Hinter ihr folgt der Tiroler JVP-Obmann Dominik Schrott aus dem Ötztal.

Ziel: Sowohl an Stimmen als auch an Mandaten zulegen
Die Wahl am 15. Oktober ist für Platter eine absolute Richtungsentscheidung. „Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel in der Bundespolitik aufzuschlagen. Die ewige Weiterwurschtlerei, das ewige Blockieren und Verhindern muss ein Ende haben“, fordert Platter. Um diesem Ziel näher zu kommen, wolle man bei der kommenden Nationalratswahl auch in Tirol zulegen – sowohl an Stimmen als auch an Mandaten. „Wir möchten in Tirol fünf Mandate erzielen und damit um eines mehr wie bei der letzten Wahl. Wenn wir alle in eine Richtung ziehen dann wird uns das gelingen“, ist Platter überzeugt. Dafür werde die Tiroler Volkspartei in den nächsten Wochen alles mobilisieren und gemeinsam mit Sebastian Kurz darum kämpfen, Österreich wieder nach vorne zu bringen.