Böllerverbot

Schützende Regeln im Vorhinein, statt Diskussionen im Nachhinein.

Nachdem Landesrätin Astrid Mair sich in den vergangenen Monaten im Bund für ein Böllerverbot stark gemacht hat, stimmten heute alle Tiroler Landtagsklubs geschlossen für strengere Regeln bei Feuerwerkskörpern. Konkret fordert der Tiroler Landtag die Bundesregierung auf, ein bundesweites Verkaufs- und Verwendungsverbot für gewisse Feuerwerkskörper wie etwa Böller umzusetzen.

„Wir sehen jedes Jahr die Konsequenzen unsicherer Regeln im Feuerwerksbereich. Belastungen für Wild- und Haustiere, Wald- und Gebäudebrände, aber auch zahlreiche, teils Schwerverletzte wären durch entsprechende Regelungen vermeidbar. Der Bund muss handeln, besser heute als morgen“, so der Einbringer des Antrages LAbg. Sebastian Kolland.

„Die parteiübergreifende Tiroler Einigkeit in dieser Frage sollte auch auf Bundesebene zu denken geben. Hier braucht es schützende Regeln im Vorhinein, statt bedauernder Diskussionen im Nachhinein, wenn sich etwas Tragisches ereignet“, so Kolland. Wichtig sei ihm zu betonen, dass die Verwendung von Pyrotechnik durch sachkundige Personen weiterhin möglich sein soll.

Eine Petition einer privaten Initiative für ein Böllerverbot mit 150.00 Unterschriften wurde bereits an Innenminister Gerhard Karner übergeben. Im Fokus des Antrages stehen die Forderung nach klaren Definitionen, Übergangsfristen, Sanktionen, Vollzug und Marktüberwachung. Im Rahmen einer Prüfung durch den Bund mahnt der Landtag auch ein, dass der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen weiterhin im Rahmen bewilligter/organisierter Feuerwerke durch befugte und geschulte Pyrotechnikerinnen und Pyrotechniker (bzw. sonst nach dem Pyrotechnikrecht befugte Personen/Veranstalter) möglich bleiben soll.

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