Die Erfassung und Sanierung von sogenannten Altlasten in Österreich schreitet weiter erfolgreich voran. Altlasten sind Böden mit Altablagerungen oder Altstandorte, die vor 1. Juli 1989 erheblich kontaminiert wurden oder von denen erhebliche Risiken für die Gesundheit des Menschen oder die Umwelt ausgehen. Der aktuelle Bericht des Umweltbundesamtes im Auftrag des Umweltministeriums für das Jahr 2025 zeigt, dass die systematische Erfassung ehemaliger Deponien sowie stillgelegter Industrie- und Gewerbestandorte weitgehend abgeschlossen ist.
Umweltminister Norbert Totschnig: „Die Altlastensanierung ist aktiver Umwelt- und Gesundheitsschutz. Mit der konsequenten Erfassung, Untersuchung und Sanierung belasteter Standorte schaffen wir saubere Böden und mehr Sicherheit für Mensch und Umwelt. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung wertvoller Flächen.“
Insgesamt sind österreichweit 71.340 Altablagerungen und Altstandorte registriert. Darunter befinden sich 9.844 Altablagerungen und 61.496 Altstandorte. Alle diese Flächen stammen aus einer Zeit vor 1989, in der umweltgefährdenden Stoffe häufig ohne heutige Sicherheitsstandards eingesetzt oder entsorgt wurden.
Nur wenige Standorte werden zu Altlasten
Nur ein kleiner Teil der erfassten Standorte wird nach eingehender Untersuchung tatsächlich als Altlast eingestuft – nämlich dann, wenn eine erhebliche Kontamination oder ein Risiko für Mensch und Umwelt festgestellt wird. Mit Stand 1. Jänner 2026 sind in Österreich insgesamt 360 Altlasten bekannt.
Derzeit laufen bei 3.111 Standorten Untersuchungen, bei weiteren 2.030 wurden diese bereits abgeschlossen. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wurden bisher 1.823 fachliche Beurteilungen durchgeführt. Im Jahr 2025 wurden sieben neue Standorte offiziell als Altlasten ausgewiesen.
Fortschritte bei Sicherung und Dekontaminierung
Auch bei der Sanierung gibt es deutliche Fortschritte: Im Jahr 2025 konnten bei sechs Altlasten die Dekontaminations- oder Sicherungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Damit gelten mittlerweile 200 Altlasten in Österreich als gesichert oder vollständig dekontaminiert.
Bei weiteren 60 Altlasten laufen derzeit Sanierungsmaßnahmen, für 22 zusätzliche Standorte befinden sich Maßnahmen in Planung.
Transparente Information für die Öffentlichkeit
Grundlage für die Erfassung und Bewertung belasteter Standorte ist das Altlastensanierungsgesetz. Die Untersuchungen werden vom Umweltministerium beauftragt und vom Umweltbundesamt fachlich ausgewertet.
Umfassende Informationen zu Altlasten in Österreich sind öffentlich über das Altlastenportal verfügbar. Das moderne Informationssystem ermöglicht die gezielte Suche nach belasteten Flächen über Grundstücksnummern oder Adressen. Nutzerinnen und Nutzer finden alle relevanten Informationen zu Altlasten in Österreich auf dem Altlastenportal unter www.altlasten.gv.at. Das neue Informationssystem bietet eine umfassende Datenbasis und ermöglicht die Abfrage von Flächen über Grundstücksnummern oder Adressen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
+43 1 71100 DW 606747
Stubenring 1, 1010 Wien
