„Wenn die Opposition in regelmäßigen Abständen mit markigen Sprüchen zur Transitfrage auftritt, ersetzt das keine seriöse Verkehrspolitik. Die aktuellen Aussagen von Markus Abwerzger und Gebi Mair sind ein weiteres Beispiel für lautstarke Empörung ohne konstruktiven Lösungsbeitrag , pünktlich nach den Semesterferien, in denen die Opposition geschlafen hat“, kontert heute VP-Verkehrssprecher LAbg. Florian Riedl auf die oppositionellen Vorschläge.
„Landeshauptmann Anton Mattle hat die Transitproblematik von Beginn an klar adressiert und bei den Regierungsverhandlungen dafür gesorgt, dass das Bekenntnis zum Tiroler Weg im Regierungsprogramm festgeschrieben ist. Wer das verschweigt, betreibt bewusste Irreführung. Dass komplexe europäische Verkehrsfragen nicht mit populistischen Zurufen lösbar sind, sollte eigentlich auch der Opposition bekannt sein. Vielmehr braucht es einen anhaltenden Schulterschluss aller Tiroler Parteien“, appelliert Riedl.
„Am 15. und 16. April 2026 findet in Tirol bereits der Austausch mit dem Verkehrsausschuss des Nationalrates statt. Dafür ist ein dichtes und arbeitsintensives Programm vorgesehen. Am ersten Tag stehen unter anderem die Besichtigung des Brenner Basistunnels sowie der Luegbrücke auf der Agenda, gefolgt von einem Arbeitsabendessen. Der zweite Tag ist einer vertieften Diskussion im Plenarsaal gewidmet. An dieser wird auch Verkehrslandesrat René Zumtobel teilnehmen. Wer mich kennt, weiß, dass ich konstruktiven Vorschlägen stets offen und positiv gegenüberstehe. Selbstverständlich bin ich jederzeit bereit, den Verkehrsminister zu einer sachlichen und offenen Diskussion nach Tirol einzuladen“, so Riedl.
„Die in der vergangenen Woche veröffentlichte VCÖ-Analyse der aktuellen Daten des Umweltbundesamtes bestätigt klar jene Position, die wir gegenüber der EU-Kommission und unseren Nachbarländern seit Jahren vertreten“, erklärt Riedl. „Die anhaltend hohe Belastung durch den Transitverkehr in Tirol unterstreicht die Notwendigkeit unserer Anti-Transit-Maßnahmen. Wir werden diesen konsequenten Kurs, trotz ständiger populistischer Zwischenrufe aus der Opposition, unbeirrt fortsetzen. Für uns stehen der Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und der Gesundheit über den Interessen der europäischen Frächterlobby. Tirol bleibt beim Transitverkehr auf einem klaren und verantwortungsvollen Kurs. Der Schutz von Mensch, Umwelt und Lebensqualität hat für uns oberste Priorität“, so Riedl.
Die Tiroler Landesregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen die Transitbelastung auf den Weg gebracht. Dieses zeige Wirkung, muss jedoch angesichts der Verkehrsentwicklung laufend weiterentwickelt und verschärft werden:
- Lkw-Blockabfertigung
Zur Dosierung der Transit-Lkw-Einreise am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden in Fahrtrichtung Süden, um Verkehrsüberlastungen und einen Staukollaps zu verhindern. - Sektorales Fahrverbot
Für bestimmte Güter auf der Brennerautobahn, mit dem klaren Ziel, Transporte verstärkt auf die Schiene zu verlagern. - Lkw-Nachtfahrverbot
Zur Reduktion der Schadstoff- und Lärmbelastung während der Nachtstunden. - Abfahrtsverbote
Um zu verhindern, dass Ausweichverkehr die Anrainergemeinden belastet. - Winterfahrverbote auf Landesstraßen
An stark frequentierten Reisetagen zur Unterbindung von Ausweichverkehr.
